Schulchronik

Die Helen-Keller-Schule Maulburg, als Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung sowie körperliche und motorische Entwicklung, in hks steleder Trägerschaft des Landkreises Lörrach, wurde im Mai 1979 bezogen.

Die Wurzeln der Helen-Keller-Schule reichen aber weiter zurück:

1965 beginnt die Unterrichtung geistig behinderter Schulkinder durch die Lebenshilfe, zunächst ambulant, dann in verschiedenen provisorischen Räumen in Gemeinde- und Schulhäusern in Lörrach und Schopfheim.

1967 übernimmt der Landkreis Lörrach  die Trägerschaft der „Schule für Bildungsschwache“ von der Lebenshilfe.

Im Januar 1969 zieht die Schule in die Räume einer leerstehenden Ladenzeile im Schopfheimer Oberfeld, daneben werden noch Räume im Schulhaus in Eichen genutzt.

1972 wird  im Gebäude der „Hebelschule“ in Weil am Rhein eine weitere Sonderschule für Bildungsschwache für den südlichen Teil des Landkreises Lörrach eingerichtet.

1975 fasst der Kreistag den Beschluss zum Neubau einer Sonderschule für Geistigbehinderte in Maulburg. Die Bauarbeiten für das neue Schulgebäude beginnen 1977.

Im Februar 1978 wird der Schulbetrieb der Schule für Körperbehinderte in Räumen des Schulkindergartens der Arbeiterwohlfahrt in Weil am Rhein aufgenommen. Die Suche nach einem geeigneten Schulgebäude beginnt.

Am 04.05.1979 ist die Einweihung der Helen-Keller-Schule in Maulburg.

Die Schule für Geistigbehinderte mit Schulkindergarten und die Schule für Körperbehinderte sind als selbständige Einheiten gemeinsam im gleichen Schulgebäude untergebracht.

Beiden Schulen ist eine Beratungsstelle für Frühförderung zugeordnet.

1991 zieht der Helen-Keller-Schulkindergarten, aufgrund stetig wachsender Schülerzahlen beider Schulen, in das Gebäude der Hebelschule nach Weil am Rhein.

Im Oktober 1992 wird auf Initiative von Lehrerinnen, Lehrern und Eltern der Förderverein „Brücke e.V.“ gegründet.  Die „Brücke“ unterstützt die Helen-Keller-Schule ideell und finanziell in den verschiedensten Bereichen.

1992 beginnt eine Schulpartnerschaft mit der Dr.-Päßler-Förderschule in Meerane, Sachsen. Dies geschieht im Rahmen des Aufbaus des Sonderschulwesen in den neuen Bundesländern.

Weiterhin ansteigende Schülerzahlen erfordern die Auslagerung einiger Klassen in angemietete Büroräume und später in die alte Maulburger Grundschule. Nach langer Diskussion über Jahre hinweg fällt der Beschluss zur Erweiterung der Helen-Keller-Schule.

1996 entsteht als neues pädagogisches Konzept die erste Außenklasse der Helen-Keller-Schule an der Karl-Tschamber-Schule, Weil am Rhein.

Im August 1997 wird ein Schulverbund aus der Schule für Geistigbehinderte und der Schule für Körperbehinderte gebildet. In Folge dessen finden starke konzeptionelle und strukturelle Veränderungen innerhalb der Schule statt. Die über viele Jahre getrennt arbeitenden Kollegien der beiden Abteilungen wachsen, unterstützt durch einen Organisationsentwicklungsprozess, zu einem Kollegium zusammen.

Im September 1998 kann der Erweiterungsbau bezogen werden. Nun haben wieder alle Schülerinnen und Schüler Platz im Schulhaus.

Seit 1999 sind die beiden vorher selbständigen sonderpädagogischen Beratungsstellen für Frühförderung zusammengefasst.

Aufgrund der weiterhin steigenden Schülerzahlen wird im September 2002 die Werkstufe in angemietete Räumlichkeiten ausgelagert.

2005: Herrichten und Bezug der Außenstelle in Steinen mit der Werkstufe (später Berufsschulstufe) und der Oberstufe (später Teil der Hauptstufe); derzeit (Schuljahr 2016/17) insgesamt 55 Schülerinnen und Schüler.

2005 bis heute: Unsere Außenstelle Steinen wurde über die Jahre hinweg regelmäßig erweitert und renoviert.

2008: Neustrukturierung der Beratenden Dienste (Beratungs- und Unterstützungsangebote im Vorschul- und Schulbereich im gesamten Landkreis Lörrach); Zusammenfassung der Frühförderung und der Sonderpädagogischen Dienste der Schule für Körperbehinderte zum Sonderpädagogischen Beratungs- und Kompetenzzentrum.

2008: Einrichtung der 5 interdisziplinären Frühförderverbünde im Landkreis Lörrach; über die Jahre konsequenter Ausbau des Bereichs der Beratenden Dienste

2008: Konzeption und Einrichtung einer Berufsvorbereitenden Einrichtung (BVE) zur Vorbereitung einer späteren beruflichen Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt an unserer Außenstelle Steinen

2010: Konzeption, Kooperationsvertrag und Einrichtung einer gemeinsamen Berufsvorbereitenden Einrichtung mit dem St. Josefshaus Herten für den gesamten Landkreis Lörrach

2010: Konzeption und Einrichten der ersten sog. „Inklusionsklasse“ als Gruppenangebot. Aktuell 5 „Inklusionsklassen“ für 24 unser Schülerinnen und Schüler

2010: Einrichtung eines Sozialen Dienstes an der Helen-Keller-Schule (Schulsozialarbeit)

2012: Beginn der Mitwirkung unserer Lehrkräfte in Gemeinschaftsschulen

2015: Einführung einer Teamleitung für unsere betreuenden Kräfte

2015: Aufgrund des neuen Schulgesetzes Auftrag zur Weiterentwicklung und Umbenennung unseres Schulverbundes:

        • Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
        • Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung

Aktuell wird die Helen-Keller-Schule einschließlich des Schulkindergartens von 212 Kindern und Jugendlichen besucht und ist somit eines des größten öffenlichen Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums ihrer Art in Südbaden.