Maulburg „Wir finden für jedes Kind ein individuelles Lernangebot“

Es brummte im wahrsten Sinne des Wortes am Samstag beim Schulfest in der Helen-Keller-Schule in Maulburg. Aufgrund des Dauerregens hatten Schulleitung und Mitarbeiter das Fest kurzerhand ins Innere des geräumigen Schulhauses verlegt.

Maulburg (hf). Im mit viel Liebe dekorierten Schulhaus drängten sich am frühen Nachmittag zahlreiche Eltern und Verwandte mit ihren Kindern. Die Spielangebote für die Kinder fanden in den Klassenzimmern statt, im Eingangsbereich hatten die Eltern eine imposante Kuchentheke aufgebaut, und in der Aula war ein Begegnungs-Café mit einer Bühne für das Unterhaltungsprogramm entstanden.

Schulleiter Norbert Fisel freute sich besonders, dass er unter den vielen Gästen Landrätin Marion Dammann und Finanzdezernent Alexander Willi mit ihren Ehepartnern sowie den Landtagsabgeordneten Josha Frey begrüßen konnte. Auf der Bühne präsentierten die Schüler ein Programm von eigenen Zirkusnummern, und die Mitarbeiter-Band der Schule unterhielt die Gäste mit einem Musikprogramm.

In einem Pressegespräch vor dem Schulfest hatten Schulleiter Norbert Fisel und Konrektor Frank Peiszan die Förderschwerpunkte der Helen-Keller-Schule als sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum im Landkreis vorgestellt.

Die Helen-Keller-Schule mit ihrer Außenstelle in Steinen unterrichtet derzeit 188 Schüler mit einer Behinderung in zwei Förderbereichen. Im Bereich mit dem Schwerpunkt auf der Förderung der Kinder in der körperlich motorischen Entwicklung bleiben die Kinder in den ersten fünf Schuljahren in der Helen-Keller-Schule, während Kinder, die im Bereich der geistigen Entwicklung gefördert werden, bis zum Alter von 21 Jahren betreut und gefördert werden.

Angeschlossen an dieses Bildungsangebot ist das Beratungs- und Kompetenzzentrum der Helen-Keller-Schule, in dem Beratung und Förderung behinderter Kinder für Eltern, Kindergärten und Schulen des Landkreises geleistet wird. „Wir finden für jedes Kind ein individuelles Lernangebot“, erklärte Norbert Fisel. „Bei uns muss sich nicht der Schüler dem Lernangebot anpassen, sondern wir passen das zu bewältigende Pensum den Möglichkeiten des einzelnen Schülers an.“

Zwar hat die Einführung des qualifizierten Eltern-Wahlrechts für den Besuch einer sonderpädagogischen Einrichtung oder einer Regelschule zu einem leichten Rückgang der Schülerzahlen geführt, aber Norbert Fisel ist für die Zukunft zuversichtlich. „Die Gespräche mit den Eltern zeigen uns, dass viele Eltern sich auch weiterhin ein sonderpädagogisches Angebot für ihre Kinder wünschen.“

Zeitungsartikel aus: Markgräfler Tagblatt, 08.05.2017

 
Back to top