Jeder verdient Respekt

Ein europäischer Verbund inklusiver Schulen trifft sich an der Helen-Keller-Schule zum Austausch.

  1. Vertreter der beteiligten Länder stehen beim Empfang mit den jeweiligen Fahnen auf der Bühne. Foto: David-Wenk

 

MAULBURG. Ein buntes Fahnenmeer auf der Bühne in der Halle der Helen-Keller-Schule in Maulburg. Wo ansonsten die Kinder turnen, sitzen jetzt Schüler, Eltern und Freunde der Helen-Keller-Schule eng nebeneinander und hören zu, wie David Weber auf der Trompete Beethovens Lied der Freude spielt. Die Europa-Hymne eröffnet die interkulturelle Woche im Rahmen des Erasmus plus Programms der Europäischen Union.

Die vom Landkreis Lörrach getragene Helen-Keller-Schule für Kinder mit körperlicher und geistiger Behindrung ist Teil einer strategischen Schulpartnerschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, ein Netzwerk zwischen inklusiven Schulen aufzubauen, sich von den innovativen Ideen der anderen begeistern lassen und auch Auslandsaufenthalte für die Schüler zu ermöglichen, um so deren Selbstständigkeit zu steigern.

Die anderen Partner kommen aus Frankreich, Italien und Irland; die Türkei ist sogar mit zwei Schulen beteiligt. Begonnen wurde im September 2015; das Projekt dauert bis Juni 2017. Bis dahin werden sich die Schulen alle gegenseitig besucht haben. Nach Wexford und Muro Lucano, im Süden Italiens, traf sich der Verbund nun in Maulburg. Den 47 Gästen, Lehrer und Schüler, steht eine ereignisreiche Woche bevor, immer unter dem großen Thema Respekt. Jedes Schultreffen gibt sich ein Thema, Maulburg hat sich aus "DIRES"(Disability, Inklusive Schools, Respect, Europe, Social Dialogue) wie das ganze Projekt lautet, das "R" für Respekt herausgesucht. (Artkel aus: Badische-Zeitung 12.10.2016)